Erfolg ohne Bestseller realisieren!

longtail-strategie
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Longtail-Strategie ist vom Journalisten Chris Anderson ca. 2004 entwickelt worden, um zu beweisen, dass man nicht nur mit “Bestsellern” erfolgreich wird. Sie ist sehr umstritten. Auch der Begriff scheint schon vorher verwendet worden zu sein.

Was sagt die Longtail-Strategie?

Entgegengesetzt zum allgemeinen Streben, mit Bestsellern erfolgreich zu werden, beweist Chris Anderson an Hand der Logarithmusfunktion, dass man auch ohne solche gutes Geld verdienen kann. Da die Logarithmusfunktion nie “Null” erreicht, hat er daraus geschlossen, dass man auch mit der Nummer 100 oder 10.000 der Bestsellerlisten gutes Geld verdienen müsste. 

Was sind die Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung?

  • ein sehr gutes Zahlenverständnis
  • ein großes Interesse an Statistik 
  • es ist vorrangig eine mathematische Strategie
  • ich brauche sehr gutes statistisches Material
  • ich muss “die richtigen Fragen” stellen
  • ich muss daraus Wege ableiten, die nicht jedem sofort offensichtlich sind – z.B. welche Verkaufszahlen nutze ich bis in welche Tiefe?
  • ich brauche gutes planerisches Verständnis für die “bessere Umsetzung”

Beispiele für die Umsetzung der Longtail-Strategie

Amazon: Amazon ist ein gut dokumentiertes Beispiel, denn Chris Anderson bekam Einblicke in die internen Zahlen. Amazon ist dank dieser Strategie heute der weltgrößte Buchhändler. Gemäß der Strategie haben sie eines der größten Logistiksysteme aufgebaut. So können sie heute fast jedes lieferbare Buch sofort liefern. Wegen des Aufbaus der verschiedenen Warenlager schrieb Amazon lange Jahre Verluste. Heute ist es DER Megakonzern an sich. Parallel zu den Büchern wurde das Sortiment auf fast alle Bereiche des Lebens ausgebaut. Natürlich verkauft Amazon Bestseller, doch das große Zusatzvolumen wird durch den Longtail bis in dahin unbekannte Tiefen generiert. 

Itunes – Apple: Da auch hier Originalzahlen vorlagen, läßt sich die Strategie hier sehr gut für den digitalen Bereich erklären. Hier zeigt sich eine Mischung aus Blaue-Ozean-Strategie und Longtail-Strategie. Durch den Ipod war Steve Jobs gezwungen, Musik und Software bereitzustellen. Doch zu der Zeit war die Musik noch nicht digital über das Internet verfügbar. Es war kaum möglich, eine Musikdatei legal zu bezahlen und zu nutzen. Steve Jobs erfand dann mit Itunes das neue Bezahl-und Rechtesystem. Jetzt war es möglich, einzelne Songs für 99ct zu kaufen und legal auf dem Ipod zu nutzen. Dieses revolutionierte die gesamte Musikbranche. Nun baute er mit dem Itunes-System eine Mega-Musik-Downloadplattform auf. Da die Begrenzung nur noch der verfügbare Serverspeicher war, konnten nun Milliarden von Songs, Alben usw. gespeichert werden. Da Speicher heute immer billiger wird, kann jeder heute solche Plattformen aufbauen. 

Umsetzungsmöglichkeiten für geringes Geld

Durch die wachsende Digitalisierung kannst Du heute Downloadplattformen für die verschiedensten Produkte anbieten. Du musst nur sehr genau nachlesen, wie die jeweiligen Rechte sind.

  • Alles, was Du selber fotografiert, gefilmt, geschrieben hast, ist mit sehr geringen Einschränkungen(Recht am eigenen Bild!) für Dich nutzbar. 
  • Public Domain – Software und Bücher eröffnen unendlich viele kreative Möglichkeiten – achte darauf, ob es wirklich PD ist. Nicht alles, was als frei angeboten ist, ist auch frei
  • Shareware – Probeversionen – auch dort gibt es viele Möglichkeiten. Hier ist nochmals besonders auf Software mit Viren etc. hingewiesen. Manche Seiten bieten nur scheinbar frei Software an… es muss sich dann registriert werden und/ oder es werden Spionagesoftware etc. im Download versteckt. Auch hier gilt, genau lesen, wie die Nutzung und Weiterverteilung geregelt sind. 
  • Freebies: Vorsicht auch hier! Für Deine eigene private Nutzung gibt es keine Probleme. Bei geschäftlicher Nutzung ist das oft kostenpflichtig. Genauso ist die Verteilung auch oft limitiert. Immer das Copyrightstatement lesen. 
  • Gekaufte Sammlungen/Zusammenstellungen: Diese Tücken findest Du z.B. bei Grafiken/ Vorlagen usw. Im Copyright steht da oft, dass nur bestimmt Dinge damit erlaubt sind. 

Diese Strategie läßt sich gut mit der “Blaue-Ozean-Strategie” verbinden. Suche Deinen Markt und biete alles gemäß Longtail an, was Du finden kannst.